https://www.heise.de/newsticker/meldung/Digitalpakt-Schule-Informatiker-kritisieren-Einsatz-von-Microsoft-Produkten-4603602.html Digitalpakt Schule: Informatiker kritisieren Einsatz von Microsoft-Produkten Als Software-Lösung würden Schulen im Rahmen des Digitalpakts "Gratisverträge" mit Microsoft für Windows 10 und Office 365 angeboten, beklagt das FIfF.
Das Forum Informatikerinnen und Informatiker für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) protestiert, weil über den Digitalpakt Schule oft als Software Lockvogel-Angebote von Microsoft genutzt werden. Den meisten Schulträgern oder einzelnen Lehranstalten werde eine "kostenlose" Lizenz von Office 365 Education in der Vertragsvariante A1 angeboten.
Dieses angebliche "Rundum-Wohlfühlpaket" in der Grundausstattung mit E-Mail, Videokonferenzen und einer anpassbaren "Teams-Umgebung" könnte mit dem genehmigten Digitalpakt und den damit realisierbaren Kosten noch betrieben werden. Umfassendere Lizenzen wie A3 oder gar A5, mit denen Software-Dienste konfiguriert werden könnten, seien dagegen angesichts von Abopreisen von bis zu 5,90 Euro pro Monat und Nutzer kaum erschwinglich. (...) Eine Hardware ohne Software sei aber "untauglich", sodass zusätzlich zu Windows 10 meist Microsofts Office-Paket in der Basisversion naheliegend erscheine. Dem hält das FIfF entgegen, dass die Daten der meist minderjährigen Schüler gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verarbeitet werden müssten. Bei Microsofts Lizenzvariante A1 sei dies "kaum bis gar nicht zu garantieren".
"Microsoft wird ab 14. Januar 2020 für die Betriebssysteme auf den Servern 2008 und 2008 R2 den Support einstellen und die auf ihnen laufende Software stattdessen in ihre Cloud Azure migrieren", warnt das Forum. Außerdem würden Daten in die USA transferiert. Danach werde keine Kontrolle von deutschen Institutionen mehr möglich sein. Auch könnten Inhalts- und Verbindungsdaten ohne Wissen oder Genehmigung Betroffener auch an Schulen weiter gesammelt und per Gesetz an die NSA weitergegeben werden. (...)